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Dieses Konzept entspricht dem
Stand der Antragsstellung |
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Spielkonzept |
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(1) Vereinssatzung (Auszüge aus dem Schulprogramm) Die Meinwerkschule ist eine Förderschule der Stadt Paderborn mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Es gibt sie seit 1907. Sie ist eine Schule für Schülerinnen und Schüler, die sonderpädagogische Förderung brauchen und in einem Klima der Geborgenheit ihren Fähigkeiten und ihrer Person entsprechend lernen können. Unser pädagogisches Handeln beruht auf individualisierten Förderkonzepten und konsequenter, nachhaltiger Erziehung. Dabei werden berücksichtigt
· Individuelle Voraussetzungen · Leistungsvermögen · Lerntempo · Motivation · Interessenlage
Die Meinwerkschule ist eine Schule, die sich an abendländischen und christlichen Werten orientiert. Hier lernen Kinder und Jugendliche verschiedener Nationen, Religionen und Konfessionen miteinander. Dies gelingt nur in einem Klima von Offenheit und Toleranz gegenüber anderen Kulturen. Schüler und Schülerinnen, Eltern, Lehrer und Lehrerinnen und die Schulleitung arbeiten miteinander in einem offenen und vertrauensvollen Verständnis. Notwendige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Arbeit sind
· Toleranz · Verständnis · Gegenseitiges Interesse · Wertschätzung
Es soll ein Lernklima geschaffen werden, in dem sich ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln kann.
Unsere Schule arbeitet in drei verschiedenen Stufen (Unterstufe, Mittelstufe und Oberstufe) mit unterschiedlichen Bildungsschwerpunkten.
Seit 2006 gibt es an der Meinwerkschule die Offene Ganztagsschule für alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 - 6. Mit Beginn des 2. Halbjahres 2008/09 wurde ein vergleichbares Angebot für Schüler(innen) bis zur Klasse 10 einschließlich erweitert - inzwischen an vier Werktagen von 13:00 bis 15:30 . Träger beider Angebote ist die Awo soziale Dienste Paderborn GmbH. |
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Sinnvoll gestaltete Partnerschaft zwischen Eltern, Erziehern, Lehrkräften, Schulsozialarbeit und Schulleitung führt zu einem guten Schulklima und kann die Unterrichtsarbeit enorm entlasten. Ziel aller partnerschaftlichen Bemühungen muss die individuelle Aufmerksamkeit und Förderung jedes einzelnen Kindes sein, zusammen mit interessierten Lehrern, Eltern und Erziehern! Wie beim Volleyballspiel hat aber auch in unserer Mannschaft jede Position unterschiedliche Aufgaben- oder Interessenschwerpunkte, die hier näher beschrieben werden. |
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Ein Arbeitsschwerpunkt der Spielerrolle „Lehrer“ liegt in der Förderung der kognitiven Lernprozesse. Gerade bei Schülern mit Sonderpädagogischem Förderbedarf, die vor der Zuweisung an unsere Schule bereits einige frustrierende Erfahrungen im Umfeld Schule und Unterricht gemacht haben, bieten sich Lernspiele als Medium hierfür an.
In der Vergangenheit wurden zu diesem Zweck viele Lernspiele, speziell für das Vorschul- und Grundschulalter, entwickelt. Als Beispiel sei hier das umfassende Angebot von Brettspielen und Spielzeugen im Kontext des Lernens der Firma Haba und der Verlage Westermann und Spectra genannt. Aber auch Experimentierkästen mit unterschiedlichen Themen bieten sich zum Be – greifen bestimmter Phänomene an.
Der Einsatz von guten Lernspielen hat gegenüber dem Lernen aus Büchern oder dem Frontalunterricht viele Vorteile. So stellt das Spiel eine eher ganzheitliche, erfahrungsbezogene, emotionale Lernmethode dar, durch die Lernen als eine lustvolle Beschäftigung erlebt werden kann. Der spielerische Umgang mit Lerninhalten erleichtert vielen Schülern das Lernen, er wirkt motivierend und fördert eine positive Einstellung zu den Lerninhalten. Die spielerische, erfahrungsbezogene Art des Lernens kann zeitintensiver und aufwendiger als herkömmliche Lernmethoden sein, sie ist jedoch wesentlich nachhaltiger.
Dies besagt auch schon ein altes Sprichwort
“Sage es mir - Ich werde es vergessen! Erkläre es mir - Ich werde mich erinnern! Lass es mich selber tun - Ich werde verstehen!“ Konfuzius |
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Neben den Kernangeboten wie
Hausaufgabenbetreuung, Kleingruppenangebot und Mittagessen, liegt ein
Schwerpunkt in der Taktik unserer Spielerrolle „offener Ganztag“ in der
Förderung emotional-sozialer Lernprozesse. Die offene Ganztagsschule betreut an der Meinwerkschule Kinder aus den Klassen 1-6. Die Basisfähigkeiten Motorik, Sprache, Emotionalität und Wahrnehmung sollen in dieser Altersstufe besonders gefestigt werden. Viele unserer Kinder haben allerdings in den Regelschulen frustrierende Erfahrungen gesammelt und sind deshalb eher misserfolgsorientiert. Sie brauchen veränderte Erfahrungen um die negativen Einstellungen zu Unterricht und Schule abzubauen. Darüber hinaus eignet sich das Spiel der Kinder um durch gezielte Beobachtungen die unterschiedlichen Fähigkeiten eines Kindes einzuschätzen:
„Willst du des Kindes Sinn verstehen, musst du es mit anderen spielen sehen.“ Friedrich Froebel
Spielsituationen bieten unbestritten die Möglichkeit emotionale Kompetenzen auszubauen oder zu erwerben. Selbstwahrnehmung, Selbststeuerung, Motivation, Empathie und soziale Kompetenz – die fünf Bausteine der emotionalen Kompetenz – können in fast allen Gesellschaftsspielen trainiert werden. Ausgeglichenheit in der Persönlichkeit, Belastbarkeit, Zuversichtlichkeit (Ich kann das schon) Frustrationstoleranz (Ich kann das noch nicht aber schon bald), können spielend verstärkt oder erworben werden.
Aber auch soziale und kommunikative Kompetenzen können spielend erworben werden wie z.B. Eigeninitiative, Regeln und Absprachen akzeptieren, sich gemeint fühlen in der Gruppe und zuhören können. Darüber hinaus bietet das Spiel günstige Vorraussetzungen um Wortschatz, Artikulation und Satzbau zu fördern.
Nicht zuletzt geht es uns aber auch um den Erwerb körperbezogener Kompetenzen: Auge-Hand-Koordination, zielgerichtete, absichtsgesteuerte, grobmotorische Bewegungen können z.B. durch Geschicklichkeitsspiele trainiert werden. |
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Die Spielerrolle „Primarschüler“ würde die Notwendigkeit eines Spielzimmers damit begründen, dass Spielen halt Spaß macht. Sobald ein Kind in der Lage ist, sich zu bewegen, beginnt es zu spielen. Spielen hat eine elementare Bedeutung für das Kind. Es ist eine der Grundformen, in denen es seine Auseinandersetzung mit der Umwelt vollzieht. Dabei fällt auf, dass alle Mühe, die ihm ein Spiel bereitet, vom Kind nicht als Last empfunden wird. Die Anstrengungen des Spiels bedeuten ihm lustvolles Tun, das es gerne übernimmt, absichtlich sucht und nach Möglichkeit zu wiederholen wünscht. Seinem eigenen Bedürfnis folgend kann ein Kind sich vollkommen in das Spiel vertiefen. Spielen ist frei von äußeren Zwängen, das Kind entscheidet allein, ob und wie lange oder mit wem es spielen möchte. Spielen ist zweckunbewußt aber sinnerfüllt. Es kann aber Zwecken dienen, die vom Spielenden nicht bemerkt werden und ohne seine Absicht und sein Zutun das Spiel begleiten. Darüber hinaus setzt sich das Kind im Spiel mit einem Stück real begegnender Welt auseinander. Gleichzeitig ist das Spiel eng mit der Phantasie verbunden. Es bewegt sich zwischen den Polen „Schein“ und „Wirklichkeit“. |
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In der Übermittagsbetreuung werden Schüler von der 6. bis zur 10. Klasse betreut. Neben der Begleitung der Hausaufgaben ist es Ziel der Spielerrolle „Übermittagsbetreuung“ den Kindern und Jugendlichen Angebote für eine sinnvolle Freizeitgestaltung anzubieten. Das Spielen wird von uns als eine an sich sinnvolle und bedeutsame Tätigkeit angesehen, die förderungswürdig ist. Daher ist es hier das Ziel, die Schüler anzuregen, möglichst viel und aus eigenem Antrieb zu spielen, ihr Spiel selbst zu organisieren und zu bestimmen.
Dort, wo diese Spielfähigkeit vorhanden ist, gilt es sie zu erhalten, wo sie verkümmert ist oder nie erfahren wurde, gilt es sie herzustellen. Eine direkte Einflussmöglichkeit auf das Spiel stellt das Anregen, Initiieren und Leiten von Spielen und Spielformen dar. Die Betreuer zeigen neue Spielideen oder Inhalte auf und bringen sie ein. Eventuell fungieren sie selbst als Spielpartner (oder Spielleiter) und können so das Spiel direkt beeinflussen.
Die Betreuer sollten sich
jedoch nicht mehr als nötig einbringen um ihr Ziel, eine möglichst hohe,
eigenständige Spielkompetenz zu schaffen, zu erreichen. |
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Die Schüler können an unserer Schule mehrere Abschlüsse bis hin zum Abschluss entsprechend dem Hauptschulabschluss Klasse 9 erreichen. Daher liegt in der Mittel- und Oberstufe ein Schwerpunkt auf der Vermittlung sozialer und kommunikativer Fertigkeiten.
Dazu zählt die Erziehung zu Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Höflichkeit, Verantwortung, Kritikfähigkeit, Frustrationstoleranz, Ehrlichkeit, Teamfähigkeit und Selbstständigkeit.
Aber auch die Fähigkeiten, eigene Stärken und Schwächen realistisch einschätzen zu können sowie eigene Interessen angemessen zu vertreten und der Erwerb von Problemlösungsstrategien und situationsspezifischen sprachlichen Ausdrucksmitteln gehören dazu.
Diese Schlüsselqualifikationen können gerade durch das Kulturgut Spiele besonders gut gefördert und gefestigt werden, ohne und wohl auch gerade weil die Schüler nicht den Eindruck haben, sie seien in einer Lernsituation. |
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Elternarbeit an der Meinwerkschule Paderborn nimmt einen hohen Stellwert ein und ist allen an der Erziehung Beteiligten ein großes Anliegen. Viele unserer Eltern sind nicht glücklich darüber, dass ihr Kind eine Förderschule besucht und verbinden oft Angst oder Unsicherheitsgefühle mit Schule. Sie fürchten aus „alter Erfahrung“, dass etwas Schlimmes oder Unerfreuliches geschehen ist, wenn zu einem Gespräch gebeten wird. Wünschenswert ist stets eine Einbindung der Eltern in das Schulleben. Es kann aber auch nicht verschwiegen werden, dass es mitunter schwer fällt, ein darüber hinaus gehendes Maß an Mitarbeit zu erwirken.
Auf unserem Spielfeld (dem noch einzurichtenden Spielzimmer) sollen sich Eltern als gleichberechtigte Teampartner erleben. Aus diesem Grund werden wir regelmäßig einmal im Quartal Kasinoabende oder Spielenachmittage veranstalten.
Eltern, die häufig selbst nur wenig Spielerfahrung haben, können sich selbst, ihr Kind, sowie die Lehrer und Betreuer in einem ganz anderen Raum - in anderen Zusammenhängen - kennen lernen. Vertrauen zu und Zusammenarbeit mit der Schule kann so wachsen. Eine mögliche Außenwirkung wäre auch, dass evtl. auch zuhause gespielt wird und somit familiäre Strukturen geändert werden. |
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Für die gemeinsame Erziehung unserer Schüler mit Kopf, Herz und Hand müssen wir die Strategien der einzelnen Spieler zusammenfügen. Was uns dafür fehlt ist ein Spielraum.
Damit meinen wir sowohl den
räumlichen und zeitlichen Aspekt als auch den sozialen (den Freiraum den man
sich und anderen einräumt) Beim Volleyballspiel werden die Positionen nach jedem Spielzug getauscht. Auch das ist ein Aspekt, an dem wir weiter arbeiten möchten. Rollenklarheit, Verständnis für die anderen Rollen sowie Teamgeist sind Voraussetzung für gemeinsame Erfolge. Durch gemeinsame Spieleaktionen z.B. durch Spieleturniere oder Spielabende können diese Prozesse angeregt werden. Ein erster Schritt war bereits eine gemeinsame Fortbildung aller Mitarbeiter zum Thema „Spielen“ als Vorbereitung auf diese Bewerbung. |
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Sollten wir mit der Bewerbung erfolgreich sein, könnte die neugebaute Mensa als „Spielothek“ eingerichtet und nicht nur regelmäßig im Unterricht, sondern auch für Spielenachmittage oder Casinoabende mit allen Spielern genutzt werden. In einem abschließbaren Anbau der Mensa sollen deshalb Regale zur Aufbewahrung der Spiele eingerichtet werden. Klassen oder Gruppen können sich Spielekisten zusammenstellen und ausleihen. Auch in Regenpausen wäre eine Nutzung der Spielothek gut möglich. |
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Nachdem in dem Anbau der Mensa Regale zur Aufbewahrung der Spiele angebracht wurden, werden Inventarlisten erstellt werden. Diese Inventarlisten werden geordnet nach Art des Spieles (Gesellschaftsspiel, Lernspiel.. ) sowie Altersgruppe und an alle Mitarbeiter und Klassen verteilt. Das wird unter Federführung der Betreuungsgruppen unter Mithilfe eines Praktikanten geschehen. Die Spielanleitungen werden kopiert und in Ordnern archiviert. Außerdem werden empfindliche Karten laminiert. Die Spielekartons werden mit durchsichtiger Folie beklebt und so haltbarer gemacht. In jeden Spieledeckel wird eine Liste mit dem Zubehör geklebt. Vor und nach der Ausleihe wird das Spiel auf Vollständigkeit geprüft. Der Ausleihende unterschreibt auf einer Liste für den sachgerechten Umgang und eine fristgerechte (max eine Woche) Rückgabe. Z.B. können Schulklassen so unter der Aufsicht der Klassenlehrer Spielekisten zusammenstellen.
In Regenpausen können Schüler gegen ein Pfand (z.B. Busfahrkarte) ein Spiel ausleihen.
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Unser Spiel wird in mehreren Ligen stattfinden.
Über die Ausleihlisten wird monatlich das meistausgeliehene Spiel als „Spiel des Monats“ am schwarzen Brett der Schule bekannt gemacht werden.
Auch wird es eine Rangliste der Schüler (Klassen) geben, die am häufigsten gespielt haben.
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Über einen Spieleausweis
können die Spieler die ausgeliehenen Materialien nach Schulnoten bewerten,
so dass auch das als am besten bewertete Spiel bekannt gegeben werden kann.
Dabei soll neben dem Spaßfaktor auch die Verständlichkeit der Spielregeln
bewertet werden. Am wichtigsten ist uns aber das Ziel, durch ein Spielzimmer den Teamgeist aller an unserer Schule gemeinsam lebenden Menschen zu fördern. Deshalb sollen mindestens einmal pro Quartal Spielenachmittage oder Casinoabende mit Eltern, Schülern und Mitarbeitern stattfinden. Auch in kleineren Gruppen könnten z.B. Klassenfeste oder Elternabende der Betreuungsgruppen Casinotage geplant werden. Um das Training mit unseren sechs verschiedenen Spielern zu intensivieren und in möglichst hohen „Ligen“ mitspielen zu können, wäre die Berücksichtigung unserer Schule bei der Ausstattung eines Spielraumes sehr förderlich.
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