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Soziales Lernen Michaela Weigel
     

Um  sozial kompetent zu werden, müssen Menschen zunächst in erster Linie lernen, sich mit ihrer eigenen Person auseinanderzusetzen. Dazu gehört
     ----> zu lernen, Verantwortung für sich zu übernehmen,
     ----> sich seiner Gefühle bewusst zu werden und sie zu zeigen,
     ----> seine Bedürfnisse zu äußern, sie als Wunsch zu formulieren,
     ----> zu erfahren, dass man sich selbst anders sieht,
                 als das die anderen das tun,
     ----> über das eigene Verhalten nachzudenken
             und es gegebenenfalls zu verändern,
     ----> sich seiner Stärken und Schwächen bewusst zu werden,
     ----> Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu gewinnen,
     ----> zu lernen mit belastenden Situationen umzugehen,
     ----> zu lernen, mit Aggressionen umzugehen.

In diesem Sinn beginne ich in der Klasse 5 damit
in zwei Wochenstunden die Klassengemeinschaft
und die Verantwortung die der Einzelne darin trägt
zu fördern, zu unterstützen, zu stärken.

Dies geschieht im ersten Halbjahr über gemeinsames Spiel (z.B. Wettspiele bei denen die ganze Klasse das eigene Ergebnis immer mehr verbessern kann), Kennenlern-Übungen Visualisierung, Körperübungen.

Im Mittelpunkt steht die Klasse als Team und damit immer wieder Gesprächs,- Verhaltens-, und Klassenregeln.

Z. B. ist die erste Übung immer das leise Aufstellen eines runden Stuhlkreises, und ggf. das leise Umräumen der Klasse.

 

 

 

 

 

Im 2. Halbjahr kommen mehr Themenbezogene Spiele, Rollenspiele, Bildergeschichten, Kreative Angebote (z. B. Stimmungsmalen), Entspannungsübungen dazu.

Auf einer weiteren Ebene sozialer Kompetenzen geht es darum,
diese in der Auseinandersetzung mit sich selbst erworbenen Fähigkeiten/ Erfahrungen im Lebensalltag
mit anderen und in der Gruppe anzuwenden, zu lernen miteinander zu kooperieren.

Das beinhaltet u.a.:

·        sich gegenseitig zuhören

·        andere Meinungen gelten  lassen

·        gewaltfrei und respektvoll miteinander umgehen

·        Verschiedenheit als Anregung
     statt als Störfall/ Bedrohung wahrnehmen

·        Vertrauen geben

·        sich gegenseitig  helfen

·        Meinungsverschiedenheiten und Konflikte
     mit Worten  klären/austragen

·        sich für die gemeinsame Bewältigung von Aufgaben besprechen

·        gemeinsam planen.

 

Ab Klasse 6 liegt der Schwerpunkt somit bei den kommunikativen Fähigkeiten,
dem Konfliktverhalten und der emotionalen Kompetenz.

Kleingruppenarbeit (Spiele) Partnerarbeit (Übungen), Themenbezogene Übungen, Feed –back – Methoden,
Kennen lernen der „Ich – Botschaft“, aktives – passives Zuhören kommen dazu.

In dem Versuch den sehr unterschiedlichen Voraussetzungen der Schüler gerecht zu werden arbeite ich mit unterschiedlichen Konzepten aus Deeskalations- und Coolnesstrainings, Streitschlichtungskonzepten, abgewandelten Gesellschaftsspielen, Sportspielen, Gestalttherapeutischen Elementen, Großgruppenspielen, progressiven Entspannungsübungen nach Jakobsen, Partyspielen, Kunsttherapeutischen Elementen, Märchen und Bildern (Piktogramme).

Das Soziale Lernen findet in Zusammenarbeit mit den Klassenleitungen statt um das Erfahrene und Erlernte (z. B. Gesprächsregeln)
in den Unterricht mit einzubinden.
Neben den jeweiligen Klassen steht dem SL ein eigener Klassenraum zur Verfügung.
Das erweist sich insbesondere bei emotional aufwühlenden Inhalten z.B. Körperspracheübungen oder Konfliktklärung als Segen,
da die „dicke Luft“ nicht im Klassenzimmer bleiben muss.

     

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